Die Blutreitergruppe Molpertshaus

 

 

 

 

Aus der Geschichte der Blutreitergruppe Molpertshaus

Die Reiter Liebrich, Metzler, Ritscher, Koch, Sontag und Schattmayer taten sich im März 1924 zusammen, um für die Pfarrgemeinde St.Katharina in Molpertshaus eine Blutreitergruppe zu gründen. Es durften damals so an die 20 Mitglieder gewesen sein, während die heutige Blutreitergruppe ungefähr 125 aktive und passive Mitglieder zählt. Schriftliche Aufzeichnung oder ein Gruppenarchiv sind bislang nicht vorhanden.

Die bisherigen Gruppenführer waren seither :

Anton Liebrich, Josef Metzler, Josef Ritscher, Oskar Liebrich.

Josef Liebrich war von 1978 bis 1998 Vorstand.

Seit 1998 ist Karl Ritscher aus Furt Gruppenführer und Seppi Liebrich aus ZwingsVorstand.

1997 wurde ein neues Gruppenfähnlein angeschafft. Das vorige war gestiftet worden von August Müller, Furtmühle. Aus dem Gründungsjahr 1924 stammen noch die Standarten. Diese wurden im Jahr 2001 restauriert.

Die Gruppe beteiligt sich regelmäßig an den Blutritten in Weingarten und Bad Wurzach sowie am Georgsritt in Gwigg/Bergatreute .

 

Blutfreitag Weingarten 2016

Pfarrer Norbert Hecht + der Blutreiter 50 mal beim Blutritt dabei: Stefan Hecht

 

 

Die Blutreitergruppe Molpertshaus

feierte am 12. Juni 2004 ihr 80 - jähriges Jubiläum

 

 

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Sebastianskapelle bei Haisterkirch beging der Blutreiterverein Molpertshaus sein Jubiläum. Hoch zu Ross war die Gruppe von Zwings aus losgeritten, begleitet von Kutsche und Planwagen. An der Sebastianskapelle wurde die Prozession von zahlreichen Gläubigen und Verehrern des heiligen Blutes erwartet. Der Gottesdienst wurde zelebriert von Herrn Pfarrer Ludwig Beitel und dem aus Molpertshaus stammenden Pfarrer Norbert Hecht. In seiner Ansprache erzählte der derzeitige Vorsitzende des Vereins, Josef Liebrich, aus der Geschichte der Molpertshauser Blutreiter. 1924 taten sich einige Reiter zusammen, um eine eigene Gruppe zu gründen und nahmen an den Reiterprozessionen in Weingarten und Bad Wurzach teil.  Ab 1933 setzten Unterdrückungsmaßnahmen der braunen Machthaber ein, die aber ein völliges Verbot nicht durchzusetzen wagten. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die Feiern im Freien verboten und so trafen sich die Blutreiter in Bad Wurzach in der Stadtpfarrkirche und in der Basilika Weingarten zur Verehrung des heiligen Blutes ohne Ross. Nach dem Krieg konnten dann wieder Blutritte durchgeführt werden. 1963 wurde dann  der Blutreiterverein Molpertshaus gegründet. Er hatte 54 Mitglieder und Vorsitzender war der damalige Pfarrer Adolf Heinzmann. Heute sind es ca. 130 Mitglieder und die Blutreitergruppe nimmt regelmäßig an den Ritten in Bad Wurzach, in Weingarten und am Georgsritt in Gwigg bei Bergatreute teil. Zum Schluss bedankte sich Josef Liebrich bei allen , die in ihn der Vergangenheit tatkräftig unterstütz haben. In seiner Festpredigt ging Pfarrer Norbert Hecht auf den tieferen Sinn von Prozessionen ein. Hier werde die räumliche und zeitliche Dimension der Gegenwart Gottes deutlich: Gott geht mit uns, er begleitet uns immer und überall und lässt uns nicht allein. Pfarrer Hecht verwies  auf den Kernsatz der heiligen Teresa von Avila: Deo solo basta – Gott allein genügt. Zum Leben gehöre aber auch der Mitmensch. Jeder lebe von, aber auch für den anderen. Und in jedem Mensche stecke das tiefe Verlangen nach Sinn und Orientierung und nach einem christlichen Leben in Gemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst, der von Herrn Bitterwolf musikalisch umrahmt wurde, ritt die Blutreitergruppe wieder zurück nach Zwings  und in Gaishaus wurde der Festtag noch fortgesetzt.

 

 

 

 

Bilder vom Blutfreitag